Mein Wunschzettel

Vielfach aufgegriffen wird ja die sogenannte „Bucket List“, auf Deutsch auch „Löffelliste“ genannt. Dabei handelt es sich um eine Liste mit allem, was man noch tun oder erreichen möchte, bevor man den Löffel abgibt.

Ich nenne sie lieber Wunschzettel, so wie früher. Und ganz im Ernst: Ja, die Welt hat jede Menge zu bieten und ich möchte möglichst viel davon entdecken. Aber wenn ich etwas nicht schaffe, ist es auch nicht schlimm. Es geht für mich darum, meine Wünsche und Ziele im Auge zu behalten.

Ein Punkt mehr oder weniger auf der Liste ändert nicht, ob ich ein erfülltes Leben gehabt haben werde oder nicht. Das hängt meines Erachtens stärker davon ab, ob ich meine Zeit mit erfüllten Tätigkeiten und Beziehungen fülle.

Das Leben ist nun mal kein Wettrennen – zumindest nicht für mich. Abgesehen davon ist auch diese Liste einem stetigen Wandel unterzogen.

Hier ist sie also:

  • auf der Bühne stehen //Sollte ich mal wieder…
  • Großbritannien bereisen und dabei zumindest in London und am Glenfinnan-Viadukt gewesen sein //Wurde dann doch eine längere Reise
  • mit einem alten Bulli verreisen //Würde ich noch mal machen
  • boofen im Winter
  • einmal in Petra gewesen sein //Wer hätte gedacht, dass ich es sogar zwei Mal dorthin schaffe?
  • Tauchen lernen
  • die Transformationen eines Oktopus beobachten //Darüber staune ich heute noch
  • als Freiwilliger arbeiten
  • mit einem Fahrrad auf der Autobahn fahren
  • mehr Sprachen fließend sprechen (aktuell ganz oben auf der nicht endenden Liste: Hebräisch)
  • die Schadstoffbilanz meiner bisherigen Flüge kompensieren
  • einen Sommer auf einer Alm verbringen
  • lernen, wie man an der Scheibe töpfert (modellieren kann ich schon)
  • Papageitauchern in freier Laufbahn zuschauen
  • einen Vulkanausbruch in natura beobachten
  • Reiten lernen
  • Polarlichter erleben
  • zu Fuß die Alpen überqueren
  • analoge Fotos selbst entwickeln
  • ein Musikfestival besuchen
  • die Donau komplett per Kajak bereisen
  • entlang und abseits der Pan Americana Nord- und Südamerika entdecken
  • Island erkunden
  • ein Langzeitaufenthalt in der Wüste
  • lernen, die Wellen zu reiten
  • in ein einsames Dorf im Himalaya pilgern
  • Indien bereisen
  • eine Reise im Ballon
  • von Gibraltar nach Tansania reisen
  • ohne Flugzeug  nach Neuseeland reisen
  • Walen im offenen Wasser begegnen
  • Drei-Ball-Jonglage beherrschen
  • in einem Kibbutz leben

6 Kommentare

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  1. Hallo Philipp,

    das ist ja echt ne Menge. Eines habe ich davon auch noch: Polarlichter live erleben. Ja, das muss einfach sein! Mittlerweile sind schon Einige mit dem Polarlichtervirus infiziert und das Ziel scheint näher zu rücken. Fragt sich nur noch ob Island oder Norwegen. Oder wird es Island allein wegen der Natur mit Vulkanen und Geysiren. So ’nen Vulkan brauch ich aber live nicht grad bei ’nem Ausbruch ;-)

    Das mit der Alm ist schon abgehakt. Allerdings hat es mit einem ganzen Sommer nicht geklappt. Trotzdem sehr empfehlenswert. Hochmoor, Wasserfälle, kleine Rinnsale, überall Kuhglockengebimmel, Sahne und Butter schlagen mit ’nem Schneebesen … lass Dich überraschen.

    Grüße Claudia

    • Hallo Claudia,

      ich habe ja auch noch etwas Zeit hoffe ich. :) Was würde ich tun, wenn ich nur ein Ziel im Leben hätte und das vor Ableben erreiche?

      Ich war bisher weder in Norwegen, noch in Island. In meiner Vorstellung haben beide sehr atemberaubende Landschaften.

      Ich glaube, Almen sind bei mir nie abgehakt. Dahin kann ich immer wieder. :)

      Alles Liebe,
      Philipp

  2. Hallo Philipp, atemberaubend wäre auch noch Palau.

    Was ich Dir noch empfehlen könnte und was ich mir längere Zeit nicht vorstellen habe können ist: Flaschentauchen. Schon mal gemacht?

    Was soll so toll dran sein im trüben Achensee oder einem anderen Tümpel zu tauchen? Da sieht man doch wenig und wenn dann stößt man auf langweilige Karpfen oder Plastiktüten. Im Meer also auch nicht viel anders, so war mein erster Gedanke als mich jemand danach fragte.
    Doch 2 Jahre später packte es mich dann doch auf den noch vollkommen intakten Malediven nach mehreren Schnorcheleindrücken. Ok, das Wasser war warm und klar, die Fische fremd, reichlich und bizarr in Form und Farbe. Und ich hätte nie gedacht, dass es einen so bleibenden Eindruck hinterlässt. Es ist eine andere Welt in die man eintaucht. Klar ist, dass der Mensch sich im Wasser wohl fühlt, besonders in wärmeren Gefilden. Das hat ja bekanntlich mit unseren ersten Eindrücken des Lebens zu tun.

    Das hier Beschriebene ist es aber nicht alleine. Es sind die leisen Geräusche in der Stille. Dazu zählt der eigene Atem, die Blubberblasen die man akustisch und visuell wahrnimmt. Das Knistern in den Korallen, wie wenn einer mit Zellophanpapier raschelt, doch viel gemächlicher. Die Zeit scheint da unten stehen zu bleiben. Der Blick nach oben zum Licht und auch auf den Grund, die Reflektionen…
    Aber das was Dir jeder Taucher erzählt, ist das Gefühl der Schwerelosigkeit. Mit jedem tiefen Atemzug steigst Du empor und mit jedem tiefen Ausatmen sinkst Du ab. Ein tolles Erlebnis für Ursache und Wirkung. Wenn Du keine Lust mehr darauf hast und das seichte bewusste gleichmäßige Atmen zur Gewohnheit wird gleitest Du einfach so dahin, mit der Strömung oder mit einem kleinen Flossenschlag. Vor lauter Begeisterung über diese Schwerelosigkeit „schlägt“ man dann Purzelbäume und probiert so einiges aus. Abgetaucht in eine andere Welt / Dimension. Eine andere Wahrnehmung deines Körpers, der Materie um dich rum und auch der Physik. Das Auftauchen ist dann wie das Ende eines schönen Traumes und man ist wieder in der Realität angekommen.

    Wie muss sich wohl ein Astronaut fühlen? Schwerelos im All oder tänzelt auf dem Mond in einer dicken Staubschicht versinkend bei jedem Schritt? Warum liegt dort eigentlich so viel Staub? ;-)
    Zum Glück existiert dieses extremen Staubproblem nicht auf der Erde, oder doch?

    Grüße Claudia

    • Palau hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm. Diese wunderbare Welt hat so viel zu bieten! :)

      Mit Flaschentauchen meinst du wahrscheinlich nicht das Tauchen nach im Meer versunken Plastikflaschen, oder? ;) Ich kam bisher noch nicht dazu, hatte aber tatsächlich in den Ferien vor, einen Tauchkurs zu belegen. Deine Beschreibungen klingen auf jeden Fall schon sehr vielversprechend!

      Ich denke, mein Lappen nach dem Staubwischen spricht für sich. ;)

      Alles Liebe,
      Philipp

  3. :-D Neeeee! Ich glaube nach Plastikflaschen braucht man nicht tauchen, denn die schwimmen schon oben!
    Und andere „Flaschen“ sehen sie nicht einmal an der Oberfläche als etwas Störendes. Aber lassen wir das! Ich träume lieber noch von Palau und den Polarlichtern. Da ist es irgendwie auch schon „staubfrei“ ;-)

    Wurde die Liste irgendwann doch noch ergänzt um das Flaschtaucherlebnis. Mich hat es schon gewundert, irgendwie fehlte es bei dieser langen Aufzählung.

    Grüße
    Claudia

    • Ich hatte irgendwie im Kopf, dass sie mit Wasser volllaufen, sobald sie Risse haben oder der Deckel fehlt…

      So, nun ist es auch offiziell. ;)

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