Der Unsinn des Lebens

Bereits in der Schule werden wir dazu angeregt, über den Sinn des Lebens zu sinnieren. Die richtige Antwort gibt es dabei nicht. Trotzdem versuche ich es mit einem Gegenvorschlag.

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Loslassen lernen

Wenn es unangekündigt so ruhig auf meinem Blog ist, wie es die vergangenen Wochen der Fall war, indiziert dies gewöhnlich, dass in meinem Leben dafür umso mehr passiert. Dieses Mal handelte es sich dabei um eine Aneinanderreihung von Zäsuren. Auf Details möchte ich an dieser Stelle verzichten. Jedoch ist mir etwas klar geworden.

In den letzten zwei Monaten wurde ich wiederholt zum Loslassen gezwungen. Dabei fiel mir jedes Mal auf, wie schwierig uns Menschen im Allgemeinen und mir im Speziellen das Loslassen fällt, wenn dies nicht freiwillig geschieht. All die Jahre einer nomadischen Lebensweise, nahezu ein Jahrzehnt, das ich mich mit Minimalismus beschäftige, unzählige Abschiede, die ich in dieser Zeit erfahren habe, und noch immer fällt es mir ungeheuerlich schwer loszulassen, wenn ich nicht selbst die Entscheidung treffe, sondern sie mir von außen auferlegt wird.

Wenn ich in den vorangegangenen acht Wochen etwas gelernt habe, dann ist es das Folgende:

Eines Tages müssen wir alles gehen lassen – ob wir bereit sind oder nicht.

Alles, was wir besitzen, wird irgendwann kaputt gehen.

Alle Menschen, die wir kennen, entwickeln sich auch ohne unser Zutun weiter, sodass sich unsere Wege eines Tages scheiden, auch wenn wir das selbst nicht wollen.

Auch wir selbst stehen nicht still, weshalb sich sowohl unsere Körper als auch unsere Geiste eines Tages nicht mehr dem Bild entsprechen, das wir von uns selbst haben.

Alle uns nahestehenden Wesen verlassen uns eines Tages, wenn ihr Leben ein Ende findet.

Am Ende, wenn wir uns eigenes Leben verlassen, werden wir auch von alledem loslassen müssen, was wir bis dahin mit uns getragen haben, und uns von unseren Liebsten für immer verabschieden.

Kein Problem stellt es für mich dar, mich von physischen Objekten zu trennen. Menschen weiterziehen zu lassen, die sich dazu entscheiden, in Zukunft nicht mehr gemeinsam das Leben zu bereisen, habe ich im Laufe der Jahre gelernt. Lange fiel es mir schwer, von meinen eigenen Zielen abzulassen. Doch immer, wenn ich von einem geliebten Wesen Abschied nehmen muss, verkriecht sich Hyperambition-Philipp in den Hintergrund und an seiner statt kommt Nihilismus-Philipp hervor. Dass mein Körper sich nicht notwendiger Weise nach meinen eigenen Vorstellungen verändert, Grenzen hat und nicht unverwundbar ist, muss ich nicht nur akzeptieren, sondern im Zweifel auch bei Entscheidungen einbeziehen, wenn ich seinen Verfall nicht noch mehr beschleunigen möchte.

Womöglich hilft mir das künftig ja auch dabei, den Moment noch mehr zu schätzen? Denn schlimmer geht es immer. Doch das mag ich mir jetzt lieber noch nicht vorstellen.

Wars das jetzt?

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