All you need is love

♪ Alle Jahre wieder… ♫ – ja ich weiß, eigentlich ist es ein Weihnachtslied. Der erste Vers trifft aber so ziemlich auf jede jährliche festliche Aktivität von uns Menschen zu. Im Fall vom Valentinstag sind die Meinungen ja ohnehin sehr gespalten. Aber wieso eigentlich?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, die Lager einzuteilen: Pärchen vs Alleinstehende oder Valentinstagsbegeisterte vs Ignoranten, um nur ein Paar zu nennen. ;)

Dabei muss es gar nicht die von den Medien propagierte Zweisamkeit sein, die man an diesem Tag feiert. Damit meine ich nicht nur, dass es in unserer heteronormativen Gesellschaft auch noch andere Formen der Liebe gibt, in welcher sexuellen Ausprägung auch immer. (Leider neigt der Mensch dazu, alles einem Namen geben zu müssen. Doch was ist mit all den Facetten dazwischen?) Es geht mir auch um Freundschaften, die Familie, eben all die Menschen, die uns wichtig sind. Auch ihnen sollten wir zeigen, welche Bedeutung sie für uns haben.

Da sich die Industrie gern für jede Nachfrage ein Angebot parat hat, gibt es natürlich auch spezielle Angebote dafür. Seien wir ehrlich: Jeder würde sich freuen, wenn an ihn gedacht wird, und er eine Aufmerksamkeit geschenkt bekommt. Doch wie lang erfreuen wir uns wirklich an Pralinen und Blumen, die es zwar an jeder Straßenecke zu kaufen gibt, aber von anderen Kontinenten ran geschafft wurden? Eigentlich braucht es das ganze Zeug doch gar nicht. Denn es geht um etwas Größeres.

Es geht um geteilte Liebe, gemeinsame Zeit. Und eins habe ich für mich erkannt: Es gibt kein schöneres Geschenk, als wenn mir ein Mensch Zeit mit mir verbringen mag. Dann ist es auch egal, welche der vielfältigen Gestalten es annimmt. Am Ende haben alle Beteiligten Freude am Geschenk.

Natürlich braucht es dafür nicht extra einen Tag im Jahr; wir sollten das jeden Tag machen. Tun wir aber nicht. Eine Erinnerung daran zu haben, scheint also gar nicht so verkehrt.

Und schließlich kann man welchem Lager auch immer angehören, eins haben wir doch alle gemein: Wir sehnen uns nach Liebe. Und wenn wir die empfangen, ist das auch schon genug für uns.

2 Kommentare

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  1. Valentinstage sind eine weitere nervige Erfindung der Grußkarten-Industrie. Genau wie Geburtstage.

    • Hey Max,

      das könnte man tatsächlich glauben. Dabei gab es beide Feste sogar schon lange vor industriell hergestellten Grußkarten. Sind sind also eigentlich gar keine Erfindung, sondern doppelt geschädigte Opfer: Erst werden sie von der Industrie missbraucht und dann auch noch gemobbt, weil sie wegen des Missbrauchs keiner leiden kann. ;)

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