Wer mich kennt oder hier schon länger mitliest, weiß darum, wie schwer es mir seit jeher fällt, nachhaltig auf die gewünschte Schlafmenge zu kommen. Grund genug also, dem eine eigene gesunde Gewohnheit zu widmen. So geschehen im April.
Nun kann man sich fragen, warum ich mir nicht vornahm, schlichtweg mehr zu schlafen. Prinzipiell eine nette Idee, allerdings war ich schon weiter. Da ich über die Jahre hinweg einige Erfahrung bezüglich meines Schlafes gesammelt hatte, wusste ich bereits, dass ich morgens nicht unbegrenzt schlafen könnte – unabhängig davon, wann ich jeweils zu Bett gehen würde. Außerdem ist die Schlafmenge nur bedingt beeinflussbar ist. Wenn ich nachts häufig aufwache, leidet meine Schlafmenge, obwohl ich nichts dafür kann.
Freilich kann ich dafür Sorge tragen, durch gewisse Vorkehrungen meine Schlafqualität zu verbessern, was sich ebenfalls positiv auf die Schlafmenge auswirken würde. Allerdings legte ich ebenfalls Wert darauf, meine Abendroutine nicht unnötig zu verkomplizieren.
Darüber hinaus ist mir unlängst ein Muster in meinem Biorhythmus aufgefallen: Leider bin ich Eule. Entsprechend fällt es aufgrund meines Chronotyps wesentlich leichter, spät ins Bett zu gehen. Wenn ich bis in die Puppen wach bleibe, bin ich morgens jedoch nicht ausgeschlafen und starte entsprechend verspätet in den Tag – ungünstig in einer Gesellschaft, die das frühzeitige Aufwachen als Tugend propagiert. (Grüße gehen raus an alle Lerchen!) Dann hänge ich den ganzen Tag hinterher und habe abends mit einem überraschenden energetischen Hoch das Bedürfnis, noch alles rauszuholen. Das führt jedoch wiederum dazu, dass ich noch später schlafen gehe als in der Nacht zuvor. Ein Teufelskreis …
Insofern erschien das Vorhaben, bis Mitternacht schlafen zu gehen, als die am einfachsten umsetzbare Variante. Getreu dem Pareto-Prinzip war es mein Ziel, an 80% der Tage, also an 24 Tagen im April, jeweils bis Mitternacht schlafen zu gehen. Das ist auch auf den Punkt geglückt, wobei ich es hier mit “Punkt Mitternacht” nicht so genau genommen habe.
Hintergrund ist, dass ich gelegentlich noch mit meiner Mundhygiene zugange war, obwohl die Glocken schon den kalendarischen Tageswechsel ankündigten. Das war mir letztlich aber auch egal. Denn einerseits wollte ich mich selbst vor dem Schlafengehen nicht unnötig stressen, weil das meinen Kreislauf wieder aktiviert hätte, anstatt zur Ruhe zu kommen. Andererseits ging es mir um die deutlich spürbaren Effekte und die stellten sich rasch auch so ein.
Man sagt ja, dass Schlaf vor Mitternacht der gesündeste wäre. Das kann ich zumindest ein Stück weit bestätigen. Denn das zeitige Zu-Bett-Gehen hat sich nicht nur positiv auf meine Schlafmenge ausgewirkt, sondern auch auf meine Schlafqualität. Morgens fühlte ich mich schlichtweg erholter.
Deshalb möchte ich dieses Prinzip gern weiterhin fortführen. Natürlich wäre es ideal, sogar noch früher schlafen zu gehen. Allerdings erscheint mir Mitternacht als die goldene Mitte als “früh” für meine Verhältnisse und Sozialverträglichkeit auf der anderen Seite. Deshalb behalte ich das erstmal so bei.
Außerdem werden die Tage aktuell merklich länger und die Nächte kürzer. Insofern wird es ohnehin eine Herausforderung werden, genügend Schlafstunden im Sommer zu sammeln. Auch hier dürfte es helfen, konsequent zeitig schlafen zu gehen.
Nun interessiert mich: Wie handhabst du es mit der Schlafhygiene und -routine? Teile deine Gewohnheiten gern in den Kommentaren!
Alles Liebe
Philipp
Berlin
Ines
29/05/2026 — 07:17
Als Eule durch die Gesellschaft zu kommen, stelle ich mir mühsam vor, weil so vieles gegen deinen Rhythmus im Alltag geht. Deine Lösung, bis Mitternacht mindestens im Bad angekommen zu sein, klingt vernünftig.
Ich bin weder Eule noch Lerche, aber eher Lerche. Ich brauche schlichtweg genug Schlaf am Stück – mindestens 8,5 Stunden, bis zu 10 Stunden sind auch gut. Ich gehe jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett und wache zu ähnlicher Zeit morgens auf. Es sei denn, ich muss zu der Zeit aufstehen – dann holt mich der Wecker aus dem Tiefschlaf. Gefühltes Müssen mag mein Körper wohl nicht …
Gute Nächte wünscht dir
Ines