Der Ziel-Rapport 2024

Zum Jahreswechsel schaue ich unter anderem auf meine gesteckten Ziele, um zu sehen, was gut geklappt hat und wo ich nachbessern möchte. Manchmal erledigen sich Ziele auch von selbst, weil sie mir nicht mehr wichtig sind. Was soll ich sagen: Das Jahr lief – für mich persönlich unter Auslassung des Weltgeschehens – großartig!

Meine Ziele aus 2023

Zu Beginn des letzten Jahres hatte ich mir folgende Ziele gesteckt:

  1. Meine Gesundheit wiederherstellen ✅
  2. Einen Marathon laufen ✅
  3. Meinen weiteren Karriereweg ergründen ✅
  4. Meine ideale Woche als Standard etablieren 🚫
  5. Mindestens eine Woche ohne Gepäck reisen 🚫

So lief es im Detail:

Meine Gesundheitheit wiederherstellen

Wie bereits im Urlaub konnte ich einen recht eindeutigen Zusammenhang zwischen Stress auf der Arbeit und meinem Wohlbefinden feststellen. Entsprechend steigerte sich meine Gesundheit rapide, als ich meinen Job verließ. Seitdem habe ich erfreulicherweise auch keine Probleme mehr:

  • Chronische Gastritis – weg!
  • Chronische Ösophagitis – weg!
  • Geschwüre – das wird die nächste Magenspiegelung zeigen.

In jedem Fall spüre ich keine Zicken mehr und kann endlich wieder normal essen. Entsprechend habe ich auch schon wieder Gewicht zugenommen und freue mich riesig darüber!

Einen Marathon laufen

Das lief tatsächlich besser als erwartet. Mein Primärziel bestand hierbei schlichtweg darin, den Marathon zu schaffen. Sekundärziel war, ihn in unter vier Stunden zu laufen. Beides hat geklappt und das sogar mit überraschender Leichtigkeit, nachdem ich mein zuvor aufgestelltes Training absolviert hatte. Es war fast wie ein Automatismus. Von solchen Ziel-Systemen hätte ich gern mehr in meinem Leben!

Meinen weiteren Karriereweg ergründen

Erledigt! Zu Beginn des letzten Jahres herrschte bei mir diesbezüglich noch einige Unsicherheit. Im Grunde wusste ich nur, dass ich aufgrund meiner Erfahrungen nicht länger in der Postproduktion arbeiten möchte. Sogar einen Branchenwechsel hatte ich in Erwägung gezogen.

Dann sah ich eine Möglichkeit, endlich einen Sommer in den Alpen zu verbringen. Doch dafür galt es zunächst, eine Hütte oder Alm zu finden, auf der ich arbeiten könnte. Theoretisch werden zwar stets Leute gesucht, aber für gewöhnlich jeweils für den gesamten Sommer.

Gleichzeitig hatte ich eine Weiterbildung ins Auge gefasst, nämlich die zum Drehbuchautoren für Film und TV. Wer hier schon eine Weile mitliest, weiß, dass ich unter anderem Film studiert habe und mir schon das eine oder andere Mal vorgenommen hatte, ein Drehbuch für einen Langfilm zu schreiben. Zeitlich habe ich das während meines Vollzeitjobs jedoch nie hinbekommen. Also ergriff ich die Chance beim Schopfe, denn die Weiterbildung war auch durch die Arbeitsagentur förderungsfähig.

Einziger Haken: Es war nicht möglich, sowohl auf die Alm zu gehen als auch die Weiterbildung zu machen. Folglich musste ich mich entscheiden. Letzten Endes fiel meine Wahl auf die Weiterbildung, denn langfristig betrachtet werde ich als Drehbuchautor immer mal wieder ortsunabhängig arbeiten können, wenn auch nicht ausschließlich. Die Tätigkeit als Drehbuchautor und das Verbringen des Sommers in den Bergen muss also kein Widerspruch sein.

Die Weiterbildung hätte für mich nicht besser laufen können: Im Rahmen des Kurses entwickelte ich ein Konzept für eine eigene TV-Serie. Bei der Präsentation gab es sehr gute Rückmeldung und mehrere Interessenten. Und bereits vor Abschluss der Weiterbildung habe ich einen neuen Job als Drehbuchautor gefunden, der nunmehr im Februar beginnen wird.

Also: Alles richtig gemacht!

Meine ideale Woche als Standard etablieren

Dieses Ziel habe ich nicht erreicht. Ich werde es aber auch erstmal aufs Abstellgleis stellen. Hintergrund ist, dass ich während meiner Weiterbildung unter anderen zwei Erkenntnisse hatte:

  1. Eine Vollzeitstelle muss nicht im Widerspruch zu meiner Idealwoche stehen, wenn sie im Einklang zu meinen Zielen steht.
  2. Meine Ideale Woche kann ich über das Jahr verteilt auch im Schnitt erreichen, wenn ich gewisse Zeiträume Vollzeit arbeite und dafür andere eben weniger oder gar nicht.

Deshalb setze ich hier fürs Erste den Rotstift an.

Mindestens eine Woche ohne Gepäck reisen

Auch in 2023 war es mir nicht möglich, eine Woche ohne Gepäck zu reisen. Im Grunde gab es auch nur zwei Reisen, die in Hinblick auf Reisedauer dafür überhaupt in Frage gekommen wären: Der Winterurlaub im Februar sowie die einmonatige Reise nach Portugal mit Interrail.

Geklappt hat es weder bei der einen, noch bei der anderen. Im Winterurlaub in den Alpen hatte ich schlichtweg zu viel Kleidung für den Wintersport dabei. Und bei der Reise nach Portugal wollte ich weder auf meinen Fotoapparat noch auf Wechselkleidung verzichten, denn wir wechselten doch recht häufig die Unterkünfte. Aber man sollte sich ja auch noch etwas für das neue Jahr aufheben!

Meine neuen Ziele

Drei von fünf Jahreszielen erreicht zu haben, ist wirklich kein schlechter Schnitt – vor allem wenn ich auf die vorherigen Jahre schaue.

Doch wie geht es nun weiter? Ehrlich gesagt hüte ich mich davor, mir mehr Ziele zuzutrauen als im vorigen Jahr. Einerseits werde ich heuer nicht so viel Freizeit haben wie letztes Jahr. Außerdem haben sich fünf Ziele aber auch als gut überblick- und machbare Menge erwiesen. Andererseits spürte ich zu Beginn des Jahres schon, wie inspiriert und motiviert ich war, sodass mir die nächsten Ziele nur so in den Kopf schossen.

Deshalb benötigte ich ehrlich gesagt auch den Januar noch zum Sondieren, welche Ziele es denn nun wirklich sein sollen. Nun habe ich sie auf fünf reduziert:

  1. Skifahren lernen
    Letztes Jahr war ich das erste Mal im Winter in den Alpen und es war traumhaft! Meine Reisegruppe widmete sich zwar ausschließlich dem Skilanglauf, aber das hat auch sehr viel Spaß gemacht. Als langfristiges Ziel steht jedoch im Raum, eines Tages Skitouren zu machen. Dafür braucht es aber auch Kenntnisse in der Abfahrt. Und das möchte ich dieses Jahr angehen.
  2. Einen Marathon in 03:30 laufen
    Der Mensch, der Marathons in mein Leben gebracht hat, ist und bleibt mein Papa. Als er mich im Oktober in Frankfurt laufen sah, ist er wohl wehmütig geworden. Deshalb hat er vorgeschlagen, dass wir in 2024 den Berliner Marathon gemeinsam laufen. Und da ich nun weiß, dass ich einen Marathon prinzipiell schaffe, geht es als nächsten Schritt um Verbesserung. 03:48:51 gilt es zu schlagen. Da ich am Ende des letzten Marathons noch einen Endspurt geschafft habe, wage ich die Zielzeit von drei Stunden und dreißig Minuten.
  3. Ein Treatment für einen Spielfilm schreiben
    Zuletzt fielen mir stets Ideen für TV-Serien ein. Dafür werde ich heuer aber jobbedingt keine Zeit haben. Gleichermaßen möchte ich jedoch nicht nur für eine bestehende TV-Serie schreiben und setze mich deshalb mal wieder an einen Spielfilm. Das Treatment sollte zumindest möglich sein. (Für Branchenfremde: Es handelt sich um eine Vorstufe auf dem Weg zum Drehbuch.)
  4. Einen Prototypen für ein neues Spiel entwickeln
    Letztes Jahr habe ich mich nicht nur in Richtung Drehbuch weiterentwickelt, sondern auch Fortschritte in der Entwicklung von Brett- und Kartenspielen gemacht. Das möchte ich dieses Jahr noch vertiefen. Entsprechend möchte ich zumindest einen weiteren ersten Prototypen entwickeln.
  5. Mindestens eine Woche ohne Gepäck reisen
    Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Welche Ziele hast du dir für 2024 gesteckt? Teile sie gern in den Kommentaren!

Alles Liebe
Philipp

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe Ziel-Rapporte.

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Ja, ich weiß, es gab erst eine ausgedehnte Blogpause, aber ich brauche dringend Urlaub, muss ohnehin noch Urlaub “aufbrauchen” und dieses Mal wird es auch definitiv nicht so lang; versprochen. Nur zwei Wochen.

Und tatsächlich begebe ich mich auch auf Reise, jedoch nicht nur zu Fluss und zu Fuß wie der Titel vermuten lässt, auch wenn dies das Hauptthema dieser Reise wird. Los geht es mit dem Zug von Berlin nach Prag. Von dort steige ich mit dem Kajak in die Moldau ein. Flussabwärts werde ich dann nach Dresden Paddeln. Das dürften etwas mehr als 210km sein. Eine einwöchige Kajaktour stand ja schon länger auf meinem Zielliste. Jetzt ist es also an der Zeit, dieses anzugehen. Binnen einer Woche möchte ich in Elbflorenz ankommen, von wo aus ich mit dem Zug nach Leipzig weiterfahren werde. Dort treffe ich schließlich Freunde, um gemeinsam mit einem Auto in ein gemeinsames Stückchen Zweitheimat zu reisen: Osttirol! Allerdings waren wir dort noch nie gemeinsam, ich schon seit sechs Jahren nicht mehr (viel zu lang!) und auch noch nie außerhalb des Sommers. Entsprechend gespannt bin ich, diese Herzensgegend nun im Kleid einer anderen Jahreszeit zu entdecken.

Gepäckmäßig geht es dieses Mal nicht ganz so minimalistisch zu, immerhin packe ich für zwei komplett unterschiedliche Aktivitäten und habe ein Kajak im Schlepptau. Auch wenn es so wirkt, als würde ich einen Kühlschrank mit mir herumschleppen, habe ich probiert, meine Gepäckstücke auf ein Minimum zu reduzieren. Gerade weil man beim Paddeln bereits einen gewissen Grundstock an Dingen mit sich führt, halte ich es für umso wichtiger, den Fußabdruck der übrigen Sachen so gering wie möglich zu halten.

Wenn ich zurück bin, wird es nicht nur zwei neue Reiseberichte, sondern auch eine Packliste geben für alle, die auch mal solche eine Tour unternehmen möchten. Je nach Reiseplan und -zeit packt man schließlich anders. Persönlich finde ich solche Packlisten immer recht hilfreich und inspirierend. Und Berichte von Reisen hat es hier – auch pandemiebedingt – schon viel zu lang nicht mehr gegeben, obwohl ich ja doch die eine oder andere unternommen habe.

Ahoi,
Philipp

Gipfelreport