Nicht nur Vögel zwitschern…

Bereits seit knapp anderthalb Wochen bin ich an meinem Experiment dran. Und bereits jetzt bin ich zwiegespalten.

Irgendwie ging alles recht schnell. Angemeldet eingeloggt und schon konnte ich loslegen. Nur das Nutzungsverhalten war dann recht unterschiedlich.

Twitter

Das ging mir irgendwie am leichtesten von der Hand. Die Benutzung war so gewohnt, dass ich mich gar nicht wirklich umstellen musste. Das fiel anderen auch direkt auf:

Tatsächlich habe ich am Anfang für meine Verhältnisse gleich den Turbo eingelegt. So ist das ja meistens, wenn man ein neues Spielzeug ausprobiert. Und Twittern geht ja auch recht schnell.

Mit dem Konsum von Tweets sieht das schon anders aus. Das ist recht zeitintensiv. Fast jeder hat mittlerweile einen eigenen Twitter-Account, sogar das BKA.

Ich verfolge zwar nur wenige Kanäle, aber die tweeten in Summe bereits so viel, dass ich das Meiste gar nicht beachten kann.

Vine

Diese Plattform habe ich bisher gar nicht so viel genutzt. Ein Video habe ich bisher hochgeladen. Und das ist im wesentlichen ein Zeitgründen geschuldet. Das Zubereiten meiner Torte hat statt der üblichen zwei Stunden gleich mal eine Stunde mehr in Anspruch genommen. Schade, denn eigentlich finde ich die Idee, schnelle Zubereitungen als Video zu zeigen, ganz nett. :) (Gib mir Bescheid, falls du daran auch Interesse hast.)

Von den meisten Kanälen habe ich mich direkt wieder abgemeldet, weil sie mir nichts gegeben haben. Den Feed kann ich mir ohnehin nicht lang anschauen, denn Vine frisst ordentlich Daten. Seid daher gewarnt!

Snapchat

Hier war die Eingewöhnung am schwierigsten, weil die Bedienung so unkonventionell ist. Einen großen Vorteil haben Menschen, die das Lesen von rechts nach links gewohnt sind. ;)

Snapchat versucht, digitale Kommunikation näher an echte Unterhaltungen heranzuführen. Das funktioniert teilweise. Nachrichten verschwinden nach kurzer Zeit, man muss also – wie bei echten Gesprächen – aufmerksam sein. Sonst verliert man den roten Faden.

Trotzdem gibt es natürlich immer wieder Unterbrechungen. Daran ändern auch Videonachrichten nichts. Manchmal antwortet man eben erst später. Dann ist der vorige Gesprächsverlauf trotzdem weg. So manches Mal wusste ich einfach nicht mehr, worauf sich die Antwort bezieht. Sehr ungeschickt. Es geht eben nichts über direkte Kommunikation! Aber die Bestrebungen, gewohnte Muster aufzubrechen, erkenne ich hoch an.

Mein SnapcodeDen Storymodus konnte ich noch nicht so recht erforschen. Tatsächlich interessiert es mich bei vielen meiner Snapchat-Kontakte nicht, was sie just in diesem Moment tun. Manche spielen auch nur mit Filtern herum. Leider weiß man vor dem Öffnen einer Story nicht, was sie denn beinhaltet, deshalb kann man meiner Meinung nach nur entweder mutig sein oder konsequent Nein sagen.

Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass es neue Wege im Internet und wie wir miteinander kommunizieren und Information teilen, bereiten wird. Und die modifizierbaren Snapcodes zum Hinzufügen anderer Nutzer mag ich echt gern!

Snapchat ist zumindest in dieser Hinsicht echt benutzerfreundlich. Einfach mit der SnapchatApp einscannen und fertig. Probier’s ruhig mal!  Und sogar Guidelines zur Gestaltung eigener Designs geben sie mit. :)

Die Folgen

Letztlich geht recht viel Zeit für drei neue soziale Medien drauf, die ich oft gar nicht habe oder zu investieren bereit bin. Besonders diese Woche ist meine Nutzung stark abgeflacht, sodass ich sogar zwischenzeitlich überlegt habe, das Experiment vorzeitig zu beenden.

Das wäre aber nicht im Sinne des Experiments. Ich hatte mich bewusst für einen Zeitraum von zwei Monaten entschieden. Das ziehe ich jetzt durch.

Und ich freue mich natürlich darüber, dass das Experiment Anklang findet. Svenja versucht sich nun auch mit Snapchat.

Es empfiehlt sich jedoch in jedem Fall, solche Apps hauptsächlich dann zu benutzen, wenn sich das Handy in ein WLAN eingeloggt hat. Andernfalls ist schnell Schluss mit den Freuden des mobilen Internets.

Wie ist dein Nutzungsverhalten von sozialen Medien? Probierst du Neues aus? Schreib es in die Kommentare!

Alles Liebe,

Philipp

2 Kommentare

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  1. Na toll, alle anderen werden samt Tweet eingebunden und nur ich werde wieder nur anonym zitiert ;)

    Zu Twitterkonsum hat ansonsten der @uarrr einen tollen Comic gezeichnet http://archive.uarrr.org/2010/01/03/comic-warum-ich-twitter-mag/
    Man kann ganz drin abtauchen oder einfach mal nur das Ohr reinhalten. Und braucht keine Angst zu haben, etwas zu verpassen.

    • O, das tut mir Leid! Ich habe es gerade korrigiert. :)

      Der Comic ist echt schön und bringt es wirklich gut auf den Punkt.

      Lieber Gruß,
      Philipp

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