Mal wieder umziehen

Reichliche fünf Jahre ist es her, dass ich nach Berlin gezogen bin. Sehr gut erinnere mich noch daran, wie es beim Besuch des hiesigen Minimalismus-Stammtisches hieß, dass es das dann wohl gewesen sei mit dem nomadischen Leben. 

Tatsächlich hatte ich diese Befürchtung auch schon, hegte gar die Sorge, nach fünf Jahren wie so viele andere auch den Absprung aus Berlin nicht mehr zu schaffen. Und seien wir ehrlich: Wohin will man nach Berlin innerhalb Deutschlands ziehen? Zumindest mehr Möglichkeiten gibt es wohl in keiner anderen Stadt. Aber Möglichkeiten sind ja nicht alles. 

Denn was nützen alle Möglichkeiten der Welt, wenn man sie gar nicht wahrnimmt? Oft genug durfte ich mir anhören, dass es objektiv gar keinen Grund für mich gebe, in Berlin zu leben, wo ich die Möglichkeiten der Berliner Party- und Klublandschaft doch gar nicht auskosten würde. Meines Erachtens muss ich das aber auch gar nicht. Es genügt ja, wenn ich die Dinge auskoste, die mir Freude bereiten. 

Berlin ist definitiv nicht die perfekte Stadt für mich. Allerdings gibt es die – meines Wissens Stand heute – auch gar nicht. Zu divers sind meine Anforderungen, als dass eine Stadt allein sie erfüllen könnte.

Umso reizvoller empfinde ich es, jetzt doch mal wieder, beruflich bedingt nach Lüneburg, umzuziehen; zumindest teilweise. Denn erstens behalte ich die Wohnung in Berlin, weil mein Partner ja nach wie vor dort wohnt und wir nie wieder so eine günstige Wohnung finden würden. Und zweitens ziehe ich nur zeitweise um, denn mein neuer Job ist befristet.

Entsprechend ziehe ich in eine WG. Das bringt neben sozialem Anklang auch den Vorteil mit sich, nicht alles ein zweites Mal für dien Zweitwohnsitz anschaffen zu müssen. So unwirtschaftlich ich eine doppelte Haushaltsführung nämlich auch finde, zumindest Haushaltsgeräte wie Staubsauger und Waschmaschine bleiben mir erspart.

Wie gut ich mich hier im kühlen Norden einlebe, werden wir sehen. In jedem Fall bin ich jetzt schon gespannt wie Bolle, was die nächsten Monate so bringen werden und welche hübschen Ecken ich hierzulande entdecken werde. Lüneburg macht zumindest im Stadtzentrum schon mal einen sehr schmucken Eindruck!

Alles Liebe
Philipp

Handverlesen in 2023

Im Grunde konnte es nach 2022 nur besser werden. Und siehe da: 2023 erwies sich – zumindest für mich persönlich – als hervorragendes Jahr. Hier kommen sie also: Meine emotionalen Höhe- und Tiefpunkte des letzten Jahres!

Weiterlesen

Handverlesen in 2022

Ehrlich gesagt verstehe ich immer diese Jahresrückblicke nicht, die vor Ablauf eines Jahres präsentiert werden. Denn theoretisch können ja bis zum ersten Glockenschlag des neues Jahres noch bedeutsame Ereignisse geschehen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, das alte Jahr wirklich komplett verstreichen zu lassen, bevor ich es einmal Revue passieren lasse und mir in Retrospektive anschaue, welche Momente die für mich prägendsten waren. Gleichzeitig gebe ich damit meiner Reihe Handverlesen ein neues Format: Mein Jahresrückblick in 12 Teilen.

Weiterlesen

Vom Glück des Findens

Zum Jahresbeginn werden gern Glückwunschkarten mit symbolischen 1-Cent-Münzen verschenkt. Passend dazu entdeckte ich neulich in einem Berliner Bus auf einem Sitz mir gegenüber eine solche Münze.

Weiterlesen

Eine Welt voller Barrieren

Seit geraumer Zeit wirkt Moabit wie eine einzige Baustelle. Der Grund dafür ist eigentlich ein freudiger; wir erhalten eine Straßenbahnlinie. Gleichzeitig zeigt es mir, wie ungerecht unsere Gesellschaft an vielen Stellen gestaltet wird. Heute: Nicht vorhandene Barrierefreiheit.

Weiterlesen

Handverlesen im Herbst 2021

So spät war ich mit dem Herbstrückblick wohl noch nie dran. So viel zu tun, so wenig Zeit – man kennt das ja. Aber besser spät als nie! An Höhepunkten fehlte es mir im Herbst jedenfalls wahrlich nicht.

Weiterlesen

Das paradoxeste Gut des Universums

Letzte Woche erhielt ich meine Booster-Impfung gegen COVID-19. Nachdem ich die Praxis verlassen hatte, durfte ich am Nollendorfplatz sieben Minuten auf den Bus warten. Für gewöhnlich verbringe ich solche Wartezeiten damit, die Werbung in meiner Umgebung zu analysieren. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.

Weiterlesen

Mit dem Kajak von Prag nach Dresden – Etappe 1

Endlich ging es los! Nach mehrmaligen Verschiebungen, unzähligen Stunden der Recherche und Vorbereitung sowie einer viel zu kurzen Nacht, nahm ich früh morgens um kurz nach 06:00 den ersten Zug von Berlin nach Prag, um zu meiner etwas mehr als 200km langen Paddeltour aufzubrechen.

Weiterlesen

Handverlesen im Sommer 2021

Was für ein Sommer! Heuer habe ich mir besonders viel Zeit für mich genommen. Trotzdem verging er wie im Flug. Hier kommt mein Rückblick.

Weiterlesen

Handverlesen im Frühling 2021

Hoppla! Eben herrschten noch eisige Temperaturen, dann grünt und blüht kurz alles und ehe man sich versieht, ist der Frühling auch schon wieder vorbei. Dabei hatten wir endlich mal wieder einen richtigen Frühling und das habe ich genossen. Hier sind meine Höhepunkte.

Weiterlesen