Analoge Freuden im Winter

Mit dem Ende des Winters wird es Zeit für einen ersten Blick auf mein heuriges Jahresmotto. Welche, teilweise winterlichen, analogen Freuden habe ich also in den ersten zwei Monaten dieses Jahres für mich entdeckt?

    1. Rodeln
      Direkt zum Jahreswechsel wurde ich mit Schnee beglückt. Da wir den Jahresübergang mit einigen Freunden und deren Kindern im Schiefergebirge verbrachten, befand sich auch ein Schlitten mit im Reisegepäck. Liebend gern erklärte ich mich bereit, als erwachsene Begleitung mitzurodeln und etwas Masse für Geschwindigkeit beizusteuern. Das hat echt Gaudi gemacht! 🛷
    2. Gesellschaftsspiele
      Im Übrigen waren wir in einer entlegenen Mühle untergebracht. Was bietet sich da nach Einbruch der Dunkelheit mehr an, als Gesellschaftsspiele zu spielen? Und auch mit meiner Berliner Brettspielgruppe haben wir ein paar Treffen zustande bekommen. Für meinen Geschmack nicht mal genug! 🎲
    3. Ein Musikinstrument spielen
      Bereits im letzten Jahr habe ich ein Harmonium erworben und fleißig Lieder für die Festtage geübt. Dieses Jahr verfolge ich sogar das Ziel, 125 Übungseinheiten am Harmonium zu absolvieren. Während meiner Zeit in Berlin hat das sehr gut regelmäßig geklappt und mir äußerst viel Freude bereitet – insbesondere das Spielen von epischen Werken mit allen Registern. 🎹
    4. Winterwanderungen im Schnee
      Wandern gehe ich ja generell gern. Im Winter gibt es – bei Schnee – jedoch noch eine Besonderheit: Die haptische und akustische Erfahrung von Schnee unter den Schuhen, der bei jedem Schritt knirscht, zieht mich immer wieder aufs Neue in den Bann und beruhigen ungemein. 😌
    5. Museumsbesuch
      Im Heimateck der Stadt meiner Großeltern gibt es alljährlich zur Winterszeit eine Ausstellung zu Kinderspielzeugen und Weihnachtstraditionen der DDR. Selbst bin ich zwar erst nach der Wende geboren, kenne aus meiner Kindheit aber auch noch das eine oder andere gute Stück, das mir “vererbt” wurde. Am spannendsten finde ich allerdings, wenn meine Eltern ihre Erinnerungen mit mir teilen. ♥️
    6. Töpfern
      Da meine Eltern schon längst nichts Physisches mehr brauchen, das sie sich nicht auch selbst kaufen können, bin ich letztes Jahr dazu übergegangen, gemeinsame Erlebnisse zu schenken. Also nahm ich mit meiner Mutti an einem Töpferkurs an der Scheibe teil. Es ist zwar wesentlich schwieriger, als es aussieht, allerdings empfinde ich es auch als äußerst meditativ. Außerdem gefällt mir der Gedanke, dass beim Töpfern die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zusammenwirken. Das mag ich auf jeden Fall fortführen!🏺
    7. Schlittschuhlaufen
      Immerhin sechs Mal habe ich es diese Saison aufs Eis geschafft. Im Vordergrund stand neben Bewegung an der frischen Luft und dem gelegentlichen Auspowern vor allem das Feilen an meiner Technik. Das hat sich gelohnt! Diese Saison habe ich gelernt, wie man auf drei verschiedene Arten bremst (Plow Stop und T-Stop funktionieren schon richtig gut, Hockey Stop sieht noch etwas ungelenk aus). Richtungswechsel kann ich inzwischen auch schon, allerdings nur bei stark reduzierter Geschwindigkeit. Schlittschuhlaufen macht mir richtig viel Spaß und ist für mich eine gute Alternative zum Laufsport im Winter. ⛸️
    8. Turmbesteigung
      Bei einem Besuch in Hamburg bin ich mit Frau DingDong auf den Turm der Kirche St. Petri gestiegen. Das war nicht nur ein hervorragendes Workout (😉), sondern bot auch eine tolle Aussicht über die Stadt. Außerdem haben mir einige architektonische Details gefallen. Ganz oben gibt es auch einen Geocache zum Loggen, wenn man das Glück hat, dass gerade nicht noch andere Muggel dort rumturnen. 🛟
    9. Modellbahnschauen
      Mit Papa fuhr ich zur Modellbaumesse in Erfurt. Es gab zwar noch weitaus mehr zu sehen, aber uns interessierten eigentlich nur die Modellbahnen. Dafür holten wir uns dort umso mehr Inspiration und staunten nicht schlecht, welche Ideen manche Ausstellende bei der Gestaltung und Umsetzung hatten. Seitdem scharre ich noch einmal mehr mit den Hufen, um selbst zu bauen.
    10. Filmfestival besuchen
      Es hat fast schon Tradition, dass die Berlinale bei sibirischer Kälte stattfindet. Gut für das Festival ist es allmal, da so hoffentlich mehr Menschen ihren Weg in die Kinosäle finden. In jedem Fall ist es perfekt geeignet, um der winterlichen Tristesse durch cineastischen Eskapismus zu entfliehen. Freilich war meine Zeit beim Festival eher beruflich motiviert, aber in zwei Screenings habe ich es dann doch noch geschafft – und ganz viele liebe Menschen wiedergesehen. 🧸

    Das war es auch schon. Nun hege ich schon große Vorfreude auf das eine oder andere Schmankerl im Frühling und hoffe auf viele analoge Freuden in der Natur!

    Welche analogen Freuden hast du im Winter besonders genossen? Teile sie gern in den Kommentaren.

    Alles Liebe
    Philipp

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Der Ziel-Rapport 2024

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