Wo stehe ich? – Tertial 2022.II

Das zweite Tertial des Jahres verging rasend schnell! Womöglich lag es daran, dass meine Erlebnisdichte, derart hoch war. Der Sommer war voll mit Unternehmungen, Veranstaltungen und Wochenendausflügen, sodass bereits zu Beginn des Sommers alle Wochenenden durchgeplant waren. Doch darum soll es in diesem Beitrag gar nicht gehen, sondern vielmehr um ein Status-Update zu meinen Zielen für das Jahr. Los geht’s!

1. Meine Gesundheit wiederherstellen

Binnen der letzten Monate hielt ich mich strikt daran, täglich meine Medikamente einzunehmen, um die Symptome meiner Ösophagitis wieder unter Kontrolle zu bekommen. Wie zu erwarten war, hat das geholfen, sodass ich aktuell ohne größere Beschwerden durch den Alltag komme, wobei ich sehr stark darauf achte, was ich zu mir nehme. Konkret bedeutet das:

  • Keinen Alkohol (Praktischer Weise stellt das für mich ohnehin kein Problem dar…)
  • Nichts extrem Süßes, Saures oder Fettiges
  • Abends nur leichte Kost
  • Keine riesigen Portionen, sondern kleinere Portionen über den Tag verteilt
  • Naturheilmittel sind willkommen – Im Grunde sind das Heilerde, eine Suspension auf Basis von Anis sowie Kamillen- und Anis-Fenchel-Kümmel-Tee

Ebenso merke ich aber rasch, wenn ich dann doch mal nicht darauf achte oder einem zu hohen Stresspegel ausgesetzt bin. Stressreduktion auf Befehl fällt mir ehrlich gesagt nicht leicht.

2. Berufliche Veränderung

Hier trete ich aktuell etwas auf der Stelle. Das liegt einerseits daran, dass ich mich zuletzt vor allem auf meine Gesundheit konzentriert habe und konsequent Stress vermeiden möchte. Andererseits fruchten aber auch meine Versuche bisher auch kaum. Dabei fiel mir auf, dass ich besser daran täte, einen konkreten Plan auszuarbeiten, wie genau die berufliche Veränderung denn nun erfolgen soll.

Gesagt, getan: Jetzt habe ich nicht nur einen Plan, sondern viele, die aber untereinander (noch) nicht harmonieren. Bekanntermaßen fällt es mir schwer, mich auf eine einzige Aktivität zu beschränken. Ein Teil eines meiner Pläne hängt aber mit einem anderen Ziel zusammen: Nummer 4.

3. Meine ideale Woche als Standard etablieren

Mittlerweile gibt es schon ein paar Iterationen meiner idealen Woche. Da dieses Ziel aber zuvor eine berufliche Veränderung bedingt, liegt dieses Ziel zunächst auf Eis.

4. Ein Karten- oder Brettspiel entwickeln

Inzwischen habe ich schon einen funktionierenden Prototypen, der (zumindest mir) sogar Spaß macht. Das Problem der endlosen Spiele konnte ich lösen. Ehrlich gesagt empfand ich es gegen meine Eingebung, Umfang und Dauer des Spiels zu reduzieren, weil ich persönlich Spiele mag, die kein Ende nehmen und immer wieder mit einer Überraschung aufwarten. Die Sache hat aber einen Haken: Schnell wird ein Spiel zu kompliziert und nimmt kein Ende, was eher demotivierend wirkt und den Spaß nimmt. Weniger ist mehr gilt also auch hier.

Es gibt auch schon ein paar Termine, um das Spiel mit anderen Menschen zu spielen und deren Feedback einzuholen. Schließlich nützt es ja nichts, wenn das Spiel nur mir Freude bereitet. Und womöglich habe ich auch einen blinden Fleck (oder sogar mehrere), derer ich mir noch gar nicht bewusst bin. Externe Rückmeldung empfinde ich also als sehr wertvoll!

Und während ich so vor mich hintüftelte, kamen mir immer mehr Ideen für neue Spiele, die ich nun natürlich auch probieren möchte. Doch eins nach dem dem anderen; erstmal mache ich das eine fertig. 😇

5. Mindestens eine Woche ohne Gepäck reisen

Im Mai habe ich es tatsächlich gewagt, jedoch zunächst nur für ein Wochenende. Dabei bin ich jedoch nicht nur auf die Vorzüge, sondern auch auf die Limitationen des gepäckfreien Reisens gestoßen. In der Folge fühle ich mich etwas hin- und hergerissen. Ja, ich habe genossen, so leicht unterwegs zu sein, wie noch nie zuvor. Nein, ich kann es nicht vorbehaltslos empfehlen.

Im Juli reiste ich beispielsweise für eine Hochzeit nach Israel. Dabei gab es direkt mehrere Gründe, weshalb ich nicht ohne Gepäck reisen konnte:

  • Für die Hochzeit als feierlichen Anlass hatte ich einen Anzug im Gepäck. Womöglich wäre es ein Option gewesen, direkt vor Ort einen Anzug zu leihen, aber den Stress wollte ich mir während des Urlaubs nicht antun.
  • Auch wenn es das Klima hergegeben hätte, wollte ich nicht täglich meine Kleidung waschen.
  • Kurz vor Abreise erhielt ich meine lang ersehnte neue Kamera. Natürlich wollte ich die Chance nutzen, um sie auf Reisen zu erproben, also nahm ich sie mit.
  • Im Gepäck hatten wir auch ein paar Mitbringsel für Freunde und Familie im Heiligen Land.
  • Nach über drei Jahren, die ich nicht mehr in Israel war, hatten wir auf dem Rückweg zahlreiche Delikatessen und andere Mitbringsel im Gepäck. Tatsächlich so viel, dass wir uns einen größeren Koffer aus der Familie ausleihen mussten und unseren dort gelassen haben. Selbstredend ist mir das ein wenig unangenehm! (“Und so einer schimpft sich Minimalist!” 😄)

Genau diese Erfahrung hat mich nun aber noch einmal mehr angestachelt, es umso mehr zu probieren. Denn selbst, wenn ich nicht komplett ohne Gepäck reise, bedeutet jedes Gramm weniger wortwörtlich eine Erleichterung.


Das war also mein zweites Tertial 2022 hinsichtlich meiner Ziele. Gefühlt befinde ich mich auf einem ganz guten Weg: Bei drei Zielen mache ich gute Fortschritte, bei zweien habe ich zumindest schon einen Anstoß gegeben. Und das letzte Drittel des Jahres habe ich ja sogar noch vor mir, auch wenn es erfahrungsgemäß das kürzeste ist!

Wie weit bist du mit deinen Zielen für das Jahr? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren.

Alles Liebe
Philipp

2 Kommentare

Antworten

  1. Moin Philipp,
    schön wieder von dir zu lesen. Freut mich, dass dir die Pause gut getan hat Daumen hoch
    Ich nehme mir keine Ziele vor für ein Jahr, es stresst mich zu sehr und setzt mich unterbewußt unter Druck. In der Therapie hab ich das mühselig gelernt, dass das nicht gut für mich ist. Ich nehme die Tage lieber wie sie sind und so auch ein Jahr :-)
    Allerdings habe ich Wünsche die ich in einem Jahr gerne machen möchte und da freu ich mich wenn die geklappt haben.
    Dieses Jahr, war es meinen Balkon (neue Wohnung) bepflanzen und viel auf dem Balkon zu sitzen und wieder mal ein Buch zu lesen. Buch lesen ging auch schon teilweise ganz gut, es fehlt zwar immer noch die lange Konzentration, aber hey ich hab angefangen und konnte mich auch wieder richtig rein verlieren ins Buch. Gesessen hab ich viel auf dem Balkon und schön beplanzt hab ich auch. Da freu ich mich jeden Tag dran.
    Für den Herbst, wünsche ich mir früh auf unseren Tunnelberg zu laufen, um Bilder mit Nebel zu machen. Bin gespannt, im Sommer war ich schon einmal oben, war auch ein Wunsch, und hab auch Bilder gemacht.
    Der Tunnelberg ist aus dem Aushub für den Hafentunnel entstanden und im Frühsommer eröffnet worden, darum auch der tolle Name, Tunnelberg. Ich mag solch wiedersprüchlich zusammengesetzten Wörter ja total \o/

    Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüße!

    • Hallo Aurelia,

      schön, auch von dir zu lesen!

      Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Deshalb fasse ich To-do-Listen privat auch eher als Nice-to-do-Listen auf.

      Dir wünsche ich auch ein schönes Wochenende!

      Alles Liebe
      Philipp

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