Manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich nicht so fokussiert bin, wie ich es mir vornehme. Stichwort: Zerstreuung. Viel gepriesenes Mittel dagegen lautet Meditation. Um herauszufinden, ob das etwas für mich auch funktioniert, habe ich einen Monat lang täglich meditiert.
Naja, fast täglich. Denn auch im September habe ich mir für meine gesunde Gewohnheit frei nach Pareto sechs Cheatdays erlaubt – und auch komplett ausgereizt. Was hat es also genützt, an 24 Tagen im Monat zu meditieren?
Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass es sehr viele Arten von Meditation gibt. Persönlich glaube ich nicht, dass es “die eine richtige Art” gibt. Vielmehr hängt es von den individuellen Präferenzen ab. Manche ziehen Mantras vor, andere scannen ihren Körper und fokussieren sich auf Empfindungen der verschiedenen Körperteile, wieder andere finden in der Gehmeditation zu sich. Ich mag Atemmeditation ganz gern. Rein vom Prinzip her gibt es auch viele meditative Aktivitäten, doch darum soll es hier nicht gehen.
Was die Dauer der Meditation anbelangt scheiden sich die Geister. Geläufig sind Empfehlungen von zwei Mal 20 Minuten am Tag. Für mich wollte ich die Schwelle niedrig halten und habe mich mit fünf Minuten begnügt. Länger wäre natürlich besser, aber mein Ansatz ist: Fünf Minuten bekommt man irgendwie immer unter.
Kurzfristig habe ich zwei Effekte bei mir beobachten können:
- Meditierte ich morgens, fühlte ich mich direkt etwas konzentrierter.
- Meditierte ich abends vor dem Schlafengehen, half mir dies, runterzufahren und besser einzuschlafen.
An dieser Stelle gibt es jedoch ein großes Aber. Denn es fiel mir äußerst schwer, morgens in Ruhe meditieren zu können. Dafür musste ich vor allen anderen wach sein. Denn während andere Menschen um mich herumwuseln oder sich lautstark neben mir unterhalten, klappt das meiner Erfahrung nach nicht. Deshalb meditierte ich meist abends vor dem Schlafengehen.
Langfristig würde ich meine Meditation gern etwas ausbauen, also einmal morgens sowie abends unterbringen und gern auch etwas länger. Gleichzeitig möchte ich realistisch bleiben. Denn ich weiß – so paradox es auch klingen mag: Im Alltag die nötige Ruhe zu finden, ist oft gar nicht so leicht.
Meditierst du regelmäßig? Falls ja: Welche Art der Meditation hast du für dich entdeckt? Wie gelingt sie dir in unruhigen Situationen und Zeiten? Teile deine Tipps gern in den Kommentaren.
Alles Liebe
Philipp
Dieser Beitrag ist Teil der Reihe Gesunde Gewohnheiten.
Berlin