Die Bäume in Deutschland tragen längst keine Blätter mehr und die frostigen Temperaturen halten Einzug. Höchste Zeit also, um die bunte Jahreszeit Revue passieren zu lassen.

+ ANALOG +

Freudige Wiedersehen

Auch heuer hat es mich auf die MinimalKon gezogen, dieses Mal um mit einem kurzen Vortrag selbst einen Impuls zu geben: Wie hat mir Minimalismus bei meinem nomadischen Leben geholfen? Welche Auswirkungen hat mein ortsunabhängiger Lebensstil auf andere Bereiche in meinem Leben gehabt? Eine schöne Zusammenfassung gibt es bei Minimalkonzept zu lesen.

Trotz (oder womöglich sogar wegen) der vielen anregenden Gespräche, hat die Zeit mal wieder nicht gereicht, um sich mit allen, denen ich schon seit ein paar Jahren im Internet folge, persönlich auszutauschen. Deshalb braucht es meines Erachtens auch dringend ein Treffen nur für Blogger, aus dem die MinimalKon ja auch ursprünglich entstanden war. Vielleicht ja im Frühling? Immerhin habe ich es geschafft, ein wenig mehr von Essen kennenzulernen. Die Anlagen der Zeche in Essen wollte ich mir schon eine Weile mal genauer ansehen. Nächstes Mal bringe ich dafür dann auch noch mehr Zeit dafür mit.

Philipp auf Exkursion

Nach der Abgabe meiner Masterarbeit bekam ich die Gelegenheit, mit zwei Kollegen von der Uni (bzw. Hochschule, wenn man es genau nimmt) nach Jerusalem auf Exkursion zu gehen. Klar, dass ich auch ein wenig in die Rolle des Tourguides geschlüpft bin, was mir ja auch Freude bereitet. Weniger Freude beschert hat mir die religiöse Überdosis.

Als Ausgleich habe ich noch eine Woche mit meinem Freund rangehängt und konnte endlich mal wieder tauchen gehen – dieses Mal in Caesaria auf der Spur von archäologischen Relikten auf dem Meeresgrund. Für Freunde der Archäologie auf jeden Fall einen Tauchgang wert. Wer aber lieber eine Vielzahl bunter Fische und anderer maritimer Genossen mit Flossen (oder Tentakeln) bestaunen möchte, dem sei bevorzugt das Rote Meer empohlen.

Vom Suchen und Finden der Arbeit

Nach der Exkursion ging es auch schon direkt in die Vollen für mein Kolloquium. Ehe ich mich versah, war mein Hochschulstudium abgeschlossen. Wenige Tage später war es auch schon an der Zeit, meine Zelte in Leipzig abzubrechen – mit mehr als einem weinenden Auge. Aber das war definitiv nicht das letzte Mal, Perle! Unwissend, wohin mein Leben mich als nächstes führt, hielt ich es für das Sinnvollste, zunächst bei meinen Eltern unterzukommen, denn:

  • Ich spare mir die Miete, was meinen verminderten Einnahmen zumindest ein wenig entgegenwirkt hat. (Ja, insolvente Kunden sind eine äußerst unschöne Angelegenheit. Aber ich bin froh, diese Erfahrung jetzt mit mittelhohen Beträgen zu machen anstatt später mit größeren Summen.)
  • Es gibt bei meinen Eltern bzw. meiner Ur-Heimat einiges zu tun. (siehe Der noch minimalistischere Adventskalender) Und Freunde und Familie kann man bei der Gelegenheit auch gleich noch mit Besuchen beglücken.
  • Eine neue Wohnung in Leipzig zu suchen und sich damit der Masse an Erstis anzuschließen, obwohl ich womöglich nach kurzer Zeit wieder woanders hinziehen würde, erschien mir unnötiger Stress.

Arbeitsmäßig brauchte ich erstmal etwas Zeit zur Orientierung. Nach freiberuflich neben dem Studium dann jetzt doch komplett selbstständig? Oder erstmal eine Festanstellung, um mehr Erfahrung und Kontakte zu sammeln? In welchen meiner fachlichen Interessengebiete möchte ich mich künftig vertiefen? Und wo soll mein neuer Lebensmittelpunkt sein?

Fragen über Fragen, auf die ich in einem gesonderten Beitrag gern mal ausführlicher eingehen werde. Ein paar Antworten habe ich schon gefunden.

Foto Kohleanlage Zeche Zollverein


– DIGITAL –

Hier wird es heute etwas geschichtslastig. Falls du also meinst, Geschichte sei öde, kann ich mit diesen Links ja womöglich vom Gegenteil überzeugen.

Geschichte im Wandel der Zeiten

Das ursprüngliche Kilogramm tut es nicht mehr. Und Altstädte sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Insbesondere in Europa werden sie nämlich einfach neu gebaut, wenn es dem Tourismus dient. Mit Authentizität hat das jedoch nur bedingt etwas zu tun.

Wer genauso ein hart gesottener Fan der Titanic ist wie ich, kann sich in diesem CGI-Video den Untergang des legendären Schiffes in Echtzeit anschauen. Das Video enstand für die Arbeiten an einem mehrjährigen Videospielprojekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Luxusliner mit Hilfe von Originalbauplänen und historischen Fotografien möglichst detailgetreu digital zu rekonstruieren. Für Menschen mit weniger Sitzfleisch dürfte ersichtlich werden, warum man in Filmen schneidet und nur Handlungen zeigt, die relevant sind. ;)

Apropos Film und Fans: Kurz vor meinem Kolloquium habe ich noch die deutsche Erfolgsserie Babylon Berlin, die in den 1920er Jahren diverse Charaktere auf dem Weg in das nationalsozialistische Regime begleitet, verschlungen. Die Serie basiert auf den Büchern der Gereon Rath – Reihe von Volker Bruch, die ich im neuen Jahr lesen mag. Auf die nächsten Staffeln warten, mag ich nicht. Außerdem interessiert mich, bei Adaptionen, was wie verändert wurde. Sowohl Buchreihe als auch die Fernsehserie sollen sehr gut recherchiert sein. Für alle, die selbst mehr über all die historsichen Hintergründe und Referenzen erfahren mögen, sei dieser ausführliche Beitrag in englischer Sprache empfohlen.

Neue Perspektiven

Im Grunde gehöre ich ja der Generation Y – die, die Konsum und tradierte Werte hinterfragen und Sinn bei Leben und Arbeit finden wollen. Andere finden dafür etwas härtere Worte. Zu recht?

Ich trinke nun bereits seit fast zwei Jahren bis auf weniger Ausnahmen keinen Alkohol mehr: Ein Motivator dafür war die weit verbreitete Theorie, das Alkohol die Gehirnzellen abtötet. Das erweist sich allerdings als nicht ganz exakt. Genug Schaden im Körper richtet Alkohol aber dennoch an – wenn auch an anderen Stellen.

Müll ist mir vor allem dann ein Dorn im Auge, wenn er sich nicht abbauen oder anderweitig verwerten lässt. Wie wäre es also mit etwas Upcycling wie von diesen Damen hier?

Feedback für den Präsidenten

Zum Schluss noch etwas Niedliches zur Unterhaltung: Nein, keine Videos von Katzenbabys. Noch nie in der Geschichte der Menschheit seit der Etablierung von souveränen Staaten, war es so einfach, den entsprechenden Oberhäuptern die Meinung zu sagen. Das Internet macht’s möglich. Und das Fernsehen im Grunde auch, denn Jimmy Kimmel hat einfach mal ein paar Kinder gefragt, was sie von ihrem Präsidenten halten. Wie sagt man so schön? Kinder und Betrunkene sagen gern die Wahrheit.

Foto Arbeit auf dem Flughafen


// DIE AUSSICHTEN FÜR WINTER 2018 //

Mit etwas Ehrfurcht sehe ich den dunkelsten, kältesten und kürzesten Tagen des Jahres entgegen. Dafür freue ich mich ungemein auf die klare Luft und die anschließende Stubenhockerei mit tollen Büchern und leckerem Gebäck! Und dann steht da ja noch der nächste große Umbruch an…

Wie ist dein Gemüt zur kalten Jahreshälte? Teil dich gern in den Kommentaren mit.

Alles Liebe,

Philipp