Es ist wirklich unerhört, wie schnell dieses Jahr vorüber geht! Wie steht es also um mein Jahresmotto und meine Ziele für das Jahr?

Jahresmotto

Was analoge Freuden anbelangt, läuft es wesentlich besser, als ich zu Beginn des Jahres angenommen hatte. Um uns alle nicht unnötig am Bildschirm zu halten, verweise ich an dieser Stelle nur kurz auf meine analogen Freuden im Sommer.

Ziele

Bei meinen sieben Zielen ist die Bilanz etwas gemischter.

10 gesunde Gewohnheiten etablieren

Läuft, würde ich sagen. In den ersten zwei Dritteln des Jahres habe ich sechs gesunde Gewohnheiten erfolgreich etabliert. Den Sommer über lag mein Fokus statt neuer Gewohnheiten jedoch eher darauf, die bisherigen Gewohnheiten zu festigen. Daran kann ich durchaus noch etwas mehr arbeiten.

Mein bisher umgesetzten gesunden Gewohnheiten können hier noch einmal nachgelesen werden.

Durchschnittlich mindestens 6,25h Schlaf pro Nacht

Wie schon erwartet fiel es mir im Sommer sehr schwer, auf genügend Schlaf zu kommen. Aktuell liege ich über das bisherige gesamte Jahr im Durchschnitt bei sechs Stunden und fünf Minuten Schlaf pro Nacht. Das ist also noch deutlich ausbaufähig. Da die Tage bereits wieder merklich kürzer geworden sind, hoffe ich nun auf lange Nächte.

Dabei helfen dürfte mir, meine gesunde Gewohnheit #4 sogar noch weiter auszubauen und noch früher schlafen zu gehen. Mein aktuell erhöhtes Sportvolumen könnte sich ebenso als hilfreich erweisen. Denn erfahrungsgemäß schlafe ich schneller ein, wenn ich Sport gemacht und meinen Körper ausgepowert habe.

125 Sporteinheiten bis Ende des Jahres

Apropos: Stand Ende August befinde ich mich bei 67 Sporteinheiten. Das klingt erst mal nicht so viel, wie ich gern hätte. Aber ich habe dennoch Grund zur Hoffnung:

Wenn ich so weiter trainiere wie bisher, würde ich rechnerisch zumindest bei 100 Sporteinheiten bis Ende des Jahres landen. Im August habe ich es jedoch auf 20 Sporteinheiten gebracht. Wenn ich dieses Pensum beibehalten würde, könnte ich sogar über mein Ziel hinausschießen. Um mein Ziel hier zu erreichen, genügen fortan monatlich 15 Sporteinheiten.

Das klingt absolut machbar!

5 Bücher fertig lesen

Traurig, aber wahr: Hier liege ich immer noch bei einem Buch bisher. Vielleicht sollte ich aufhören, neue Bücher anzufangen und stattdessen mal welche am Stück durchlesen. 🙈 Zumindest stimmt mich zuversichtlich, dass mit dem Herbst die traditionelle Lesesaison einsetzt.

42 Tandem-Sessions auf Hebräisch

Hier hat sich leider gar nichts geändert. Sprich: Stand immer noch bei Null. Zwischenzeitlich wollte ich es auf Übungseinheiten allgemein ändern, aber auch das hat sich bisher nicht eingestellt. Daraus ziehe ich meine Konsequenzen.

Freilich könnte ich nun versuchen, dieses Ziel noch am Leben zu erhalten und auf Krampf versuchen, es doch noch zu schaffen. Aber offensichtlich hat dieses Ziel aktuell überhaupt keinen Raum und/oder keine Priorität. Entsprechend streiche ich es ersatzlos. Pragmatismus und so.

125 Praxiseinheiten am Harmonium

Stand Ende August stehe ich hier bei 33 von 125 Praxiseinheiten. Auch hier ist es also an der Zeit für eine Realitäts-Check: Dass ich in den kommenden Monaten jeweils 23 Praxiseinheiten am Harmonium unterbringen werde, erscheint mir höchst unwahrscheinlich. Dafür bin ich in den letzten Monaten schlichtweg nicht oft genug zu Hause gewesen.

Für den letzten Teil des Jahres dürfte es zwar etwas besser aussehen. Dennoch probiere ich mich auch hier im Realismus und reduziere dieses Ziel auf 52 Praxisheinheiten.

5 temporäre Projekte abschließen

Zu Beginn des Jahres sagte mir eine liebe Freundin, dass ihrer Erfahrung nach alles ein Projekt für sich ist. Das kann ich so zu 100% bestätigen.

Leider entpuppen sich nicht alle Projekte meinem Jahresmotto zuträglich. Beispielsweise warten Hunderte bis Tauende von digitalen Fotos darauf, von mir sortiert und bearbeitet zu werden. Allerdings schiebe ich diese Arbeit immer wieder auf die Wintermonate, in denen dann jedoch meist andere Dinge Überhand nehmen, weil sie mir wichtiger sind. Ehrlich gesagt habe ich in meiner Freizeit aktuell weniger Lust denn je, vor einem Bildschirm zu sitzen. 😅

Welche (analogen) Projekte habe ich bisher also bisher umgesetzt?

  • Jahresreflexion inklusive Aufsetzen meines Journals
  • Geburtstagsfeier(n) anlässlich meiner 35. Sonnenumrundung

Natürlich hatte ich gehofft, an diesem Punkt schon weiter zu sein. Aber zum Glück (oder zum Schrecken?) stehen zum Ende des Jahres ja ohnehin noch einige wiederkehrende analoge Projekte an. Man denke nur an den alljährlichen Backmomarathon im Dezember, den ich heuer hoffentlich schon im November beginnen werde. 🤞

Typischer Verlauf

Mittlerweile kenne ich diesen Ablauf von Stadien bei meinen Zielen schon allzu gut. Im Grunde zeichnet er sich auch bei jedem Projekt ab: Anfangs dominieren (zu) hohe Ambitionen. Die Motivation ist hoch. Man glaubt, alles schaffen zu können. Zunächst klappt das auch ganz gut.

Doch je weiter die Zeit fortschreitet, desto mehr kollidiert man mit den Begebenheiten des Alltags. Andere Dinge sind dringlicher, wichtiger oder beides. Die Zeit reicht nicht für alles. Also muss man priorisieren. Ehe man sich versieht, gerät man in Verzug mit den selbst gesteckten Zielen. Je mehr man sich einer Frist nähert, desto mehr steigt die Motivation, doch noch mal alles zu geben, um die Ziele zu erreichen.

Es gibt dabei jedoch ein großes Aber: Denn zu Jahresende hin verdichtet sich erfahrungsgemäß alles auf ganz vielen Ebenen: Im beruflichen Kontext gibt es oft noch einmal eine Hochsaison kurz vor den Feiertagen und der eine oder andere Jahresabschluss muss fertig gestellt werden. Im persönlichen Umfeld stehen etliche Feierlichkeiten an. Und schließlich haben wir ja alle noch unsere eigenen Rituale und Traditionen, die wir mit anderen oder nur für uns selbst durchführen. Sprich: Im letzten Quartal ist meist ohnehin schon alles dicht.

Deshalb ist die Frage berechtigt, was man am Abend des Jahres eigentlich wirklich noch effektiv schaffen kann und will. Mir tut dabei eine gesunde Mischung aus Pragmatismus und Realismus gut – auch wenn das bedeutet, dass ich ein paar Dinge streiche.

Wie läuft es mit deinen Zielen und dem Jahresmotto, falls du hast? Bereust du sie oder treiben sie dich an? Und wie gehst du damit um, dass die Zeit quasi immer zu knapp ist? Teile deine Erkenntnisse gern in den Kommentaren.

Alles Liebe
Philipp