Handverlesen im März 2016

Seltsam, wie kurz mir dieser Monat vorkam. Und erstaunlich, wie viel geschehen ist. März hätte definitiv noch etwas länger sein dürfen. Aber Zeit kennt leider kein Erbarmen.

+ ANALOG +

Familienbesuch aus Deutschland

Meine lieben Eltern verbrachten die ersten zweieinhalb Wochen im Lande. Allerdings kann ich die Tage, die ich mit ihnen verbracht habe, an einer Hand abzählen, so sehr war ich anderweitig eingebunden. Gleichzeitig fallen mir immer wieder zwei Dinge auf, wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringe:

Auf der einen Seite, entdecke ich, wie sehr wir uns gegenseitig beeinflussen. Natürlich hatten meine Eltern einen großen Einfluss auf mich, denn sie haben mich ja „großgezogen“. Gleichzeitig bemerke ich aber auch hin und wieder, welchen Einfluss ich auf sie nehme. Und damit meine ich nicht nur, welche Reiseziele sie haben, sondern auch Ernährung und Minimalismus.

Andererseits werde ich auch jedes Mal wieder damit konfrontiert, welch unterschiedliche Leben wir doch haben. Das scheint irgendwie logisch, leben wir doch schon seit ein paar Jahren nicht mehr zusammen. Es erschreckt mich aber auch, wie groß die Differenz manchmal ist. Wie geht es dir da mit deiner Familie bzw deinen Eltern?

Feierei bis zum Umfallen

Es war nicht nur Purim. Auch sonst habe ich mich im März wesentlich mehr Partys hingegeben und bin öfter ausgegangen, als ich das sonst tue. Und ich bin mir voll und ganz bewusst, dass es mit meinem Verzicht auf Alkohol zu tun hat.

Als ich noch trank, geschah Folgendes mit mir: Ich trinke Alkohol. Was viele nicht wissen, ist das Alkohol jede Menge Energie enthält. Wenn man dann noch dazu isst (was ich normalerweise tue), hat man eigentlich viel zu viel Energie auf einmal, die dann der Körper in Fett einlagert. Bei mir äußert sich das in einem gigantischen Energieschub, der bewirkt, dass ich ewig wach und aktiv bleibe.

Entsprechend spät (oder eben früh – wie man es sieht) gehe ich dann ins Bett und verschlafe den Tag. Ganz ohne Kater. Darauf habe ich normalerweise keine Lust, weil mir dann ein Tag flöten geht.

Doch das ist jetzt anders. Anstatt die ganze Nacht durchzumachen, signalisiert mir mein Körper irgendwann Müdigkeit und dann höre ich einfach auf und gehe schlafen. Und bin entsprechend am nächsten Morgen wesentlich fitter. Deshalb denke ich mittlerweile gar nicht mehr so viel nach, wenn es darum geht, feiern zu gehen. Und da ich keine teuren alkoholischen Getränke konsumiere, tut es mir auch um’s Geld nicht so Leid. WIN-WIN-WIN :)

Feuer unterm Hintern…

In Jerusalem war jüngst Marathon. Der stellt für viele eine Herausforderung dar, die sie bis zu einem bestimmten Lebensjahr meistern wollen. Und natürlich sind in Jerusalem neben der großen Distanz auch noch Klima und Gelände Hürden. Wie sagt man so schön: Hoch und runter, immer munter. :)

Ich persönlich kann mit Wettkampf im Sport ja gar nichts anfangen. Denn Sport mache ich für mich. Aber, die Distanz zurückzulegen, reizt mich schon. Teilgenommen habe ich am Ende krankheitsbedingt trotzdem nicht.

Am Tag selbst jedoch war ich davon begeistert, mit welchem Sportsgeist die Teilnehmer unterwegs waren – und das durch alle Altersgruppen hinweg. Die Stimmung war phänomenal positiv und letztlich tat es mir regelrecht Leid, nicht mal auf kleiner Strecke teilgenommen zu haben.

Losgelassen hat es mich also nicht. Und deshalb bleibe ich da jetzt einfach mal dran. Weitere Informationen folgen. :D (Auch wenn ich noch nicht weiß, wie ich das mit meinem aktuellen Training in Einklang bringe.)

… und Funken im Kopf!

Ich bin diesen Monat so vielen Menschen begegnet, dass ich gar nicht umhin kam, ein paar Dinge in Frage zu stellen. Religion, Beziehungs- und Lebensmodelle, Drogenkonsum – alles Themen, die mich ohnehin beschäftigen, aber mit anderen Menschen noch einmal neue Sichtweisen bringen. Fortan war mein Kopf nicht mehr still zu bekommen.

Das würde allerdings den Rahmen hier sprengen und verdient sehr wohl eigenständige Beiträge. In diesem Sinne… Stay tuned.

Foto Baustellenkunst


# OBJEKT DES MONATS #

Foto Meine Edelstahlflasche

Mein diesmonatiges Objekt ist meine Edelstahlflasche. Tag aus, Tag ein versorgt sie mich mit Wasser, dass ich irgendwo von der Leitung zapfe. Überall hin nehme ich sie mit, damit ich auch genügend trinke. Ich liebe ihr schlichtes, funktionales und vor allem plastikfreies Design. Lediglich aus Edelstahl, Bambus und einem Dichtungsring aus Silikon besteht sie. Das lobe ich mir!

Freilich hat sie schon die eine oder andere Schramme und Scharte. (Nicht gerade wenige, um ehrlich zu sein…) Doch jede von ihnen erzählt ihre eigene Geschichte und erinnert mich daran, dass Gegenstände auch benutzt werden wollen.

Ich bin echt froh, vor wie vielen Plastikflaschen sie mich bewahrt. Ich hatte sogar lange Zeit zwei davon, um über die Tag zu kommen. Doch leider ist sie ein sehr beliebtes Diebesgut, so schön ist sie. :/

Deshalb habe ich mich jetzt einfach damit abgefunden, nur noch eine zu besitzen. Denn das bedeutet nicht nur, häufiger auffüllen zu müssen, sondern auch ein Objekt weniger zum Reinigen und Aufpassen.


– DIGITAL –

Futtern wie bei Muttern

Deutsche lieben Nudeln. Aber wer hat sie schon mal selbst gemacht? Dass das ganz einfach geht, zeigt uns Lisa vom Experiment Selbstversorgung in diesem Beitrag.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hingegen, musste ich diesen Beitrag lesen. Abseits der Debatte um eine „Pflicht“ frage ich mich doch, warum sich überhaupt jemand darum sorgt, dass Gefahr bestünde, es werde zu wenig Fleisch gegessen. (Von welchem Tier sei jetzt mal dahingestellt.)

Als Vegetarier ist meine Meinung natürlich vorgeprägt. Aber dass wir zumindest aus gesundheitlicher Sicht den Fleischkonsum reduzieren sollten, dürfte jeder noch aus der Grundschule in Erinnerung haben. Lebensmittelpyramide und so? (Für den ökologischen Aspekt übrigens auch sehr lesenswert: Der Fleischatlas)

Arbeit und Sein

Ein lieber Freund von mir hat mir kürzlich diesen Artikel aus der Zeit zukommen lassen. Sowohl den Artikel selbst als auch die Kommentare dazu fand ich äußerst unterhaltsam.

Von einer ganz anderen Seite betrachtet Ricarda ihre Arbeit.

Liebe und Sex

„Alles, was du hast, musst du irgendwann loslassen.“ So schlussfolgert M21 am Ende. Und das lässt sich nicht nur auf Gegenstände übertragen.

Das findet auch Ludwig von Seelenrave. Ich bin froh, dass es noch mehr Menschen als mich selbst gibt, die meine Ansichten teilen. :)

Und schließlich noch der versprochene Sex. Davon gibt es übrigens ganz viel, je weniger man besitzt. Logisch, denn was sonst soll man mit all der freigewordenen Zeit plötzlich anfangen? ;)

Foto Aussicht von der Stadtmauer


// DIE AUSSICHTEN FÜR APRIL 2016 //

Ich kehre diesen Monat nach Deutschland zurück. Allerdings nur vorübergehend. Doch dazu ein anderes Mal mehr. Angesichts meiner Rückkehrschwierigkeiten vergangenes Jahr, befürchte ich das Schlimmste. ;) Aber wer weiß? Vielleicht löst sich ja auch alles in Wohlgefallen auf. Immerhin freue ich mich ja auch auf das ein oder andere Wiedersehen. :)

Was macht der April mit dir? Schmetterlinge im Bauch? Frühjahrsputz? Oder hast du schon längst beides durch? In den Kommentaren ist immer ein offenes Ohr für dich. (OK, das klingt gruselig… :D)

Alles Liebe,

Philipp

3 Kommentare

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  1. Hallo Philipp!

    Dir fehlt definitiv ein Flaschenkleid für Deinen Edelstahl-Liebling ;-)

    lg
    Maria

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